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Eine Mitbewohnerin einer inklusiven WG sitzt auf dem Balkon, lächelt in die Kamera und hält dabei ein Buch in der Hand
Eine Mitbewohnerin einer inklusiven WG sitzt auf dem Balkon, lächelt in die Kamera und hält dabei ein Buch in der Hand

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Ein Erfolgsprojekt, an das nur Wenige geglaubt haben

Auf der Bertelsdorfer Höhe entsteht ein Mikrokosmos des inklusiven Lebens. „Neues Wohnen“ wurde nun ausgezeichnet –und findet einen Ableger in Bayreuth.

  • Sebastian Sünkel
  • Erschienen in: Zeitung Coburg
  • Erscheinungsjahr: 2024

Es waren nicht viele Menschen,die an ihr Projekt geglaubt haben. Als Gisela Raab, Geschäftsführerin der Baufirma Raab aus Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels), im Jahr 2016 dem damaligen 3. Bürgermeister der Stadt Coburg, Thomas Nowak, gegenübersaß,wusste sie selbst nicht so recht,was sie von diesem Projekt halten soll. Sie soll ein Haus für junge Erwachsene mit Behinderung bauen, die dort in einzelnen Wohnung so frei wie möglich leben können, ein ambulanter Pflegedienst soll sich um das Notwendige kümmern – und gleichzeitig soll Gisela Raab finanziell in Vorleistung gehen, erklärt ihr der im Jahr 2022 verstorbene Bürgermeister. Ob sie sich das vorstellen könne? Bei den Mietberechnungen für die etwa 24 Bewohner komm tGisela Raab auch auf keine schwarzen Zahlen und ein Draufzahlgeschäft sollte es ja für niemanden werden. Nicht für die Eltern der Kinder mit Behinderung, die sich zum Verein „Neues Wohnen“ zusammengeschlossen haben. Auch nicht für sie selbst und ihre Firma. Ein Pflegedienstrechnete damals den Eltern vor, dass es ja ein gut gemeintes Projekt sei, aber finanzierbar sei das alles nicht und Pflegekräfte für die Gruppen würden ja auch noch gebraucht werden. Fast wäre „Neues Wohnen“nur eine Vision geblieben.

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