Gesellschaftliche Teilhabesituation von Menschen mit Behinderung
Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V.
Fünf Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention gibt es in Deutschland eine breite gesellschaftliche Debatte über die Teilhabesituation von Menschen mit Behinderung. Die Berichterstattung über die Situation von Menschen mit Behinderung hat in den Medien deutlich an Raum gewonnen. Zuletzt stand insbesondere die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention hinsichtlich der schulischen Inklusion von Kindern mit Behinderung im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Insbesondere die Auseinandersetzung um den Fall des elfjährigen Henri mit Down-Syndrom, der nach dem Willen seiner Eltern in Baden-Württemberg ein Gymnasium besuchen sollte, fand eine breite Resonanz in der öffentlichen Diskussion. Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. eine bevölkerungsrepräsentative Befragung durchgeführt. Ziel der Untersuchung war zum einen, die Einstellungen der Bevölkerung zu Menschen speziell mit geistiger Behinderung zu untersuchen. Zum anderen sollte das Meinungsbild der Bevölkerung zur Beschulung von Kindern mit geistiger Behinderung erhoben werden. Der vorliegende Bericht dokumentiert die wichtigsten Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage. Die Untersuchung stützt sich auf insgesamt 1.574 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahre. Die Interviews wurden zwischen dem 14. und 26. August durchgeführt.

